MEET EASTWEST MODELS

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Am 09.09.16 heißt es bei uns zum ersten Mal: „If fashion is a crime – We plead guilty“! Bei der neuen Freitagabend-Reihe dreht sich neben Hip Hop Beats alles rund um Fashion und Style. Und da sich in Frankfurt mit dem Thema kaum einer besser auskennt als die internationale Modelagentur EastWest Models, hat sich das Team von We Plead Guilty genau diese mit als Partner ins Boot geholt! Ein Partner, der auch am Abend im Club auf Euch warten wird, um neue Nachwuchsmodels zu entdecken. Wir haben uns vorab für Euch mit Carlos Streil, Modelscout bei East West Models, getroffen, um mehr über das Modelbusiness zu erfahren und in Erfahrung zu bringen, wie Ihr Euch am besten präsentieren könnt.

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Hallo Carlos! Bevor wir tiefer in das Thema einsteigen, erzähl uns doch erstmal, was EastWest Models genau ist.

Uns gibt es schon seit 27 Jahren und durch den Mauerfall damals kam es dann zu dem Namen EastWest Models. Unsere Kunden sind u.A. Bon Prix, Nivea, Braun, LOreal.. alles was du schon mal in deiner Hand hattest an Katalogen, oder auch Bogner, Esprit, Porsche Design , Airfield, S’Oliver oder Levis. Oder übergreifend auch die Magazine, wie Madame, Vogue, Harper‘s Bazaar, Instyle – alles Kunden von uns. Durch unsere Qualität haben wir uns inzwischen ein sehr cooles, internationales Netz an Partneragenturen aufgebaut, durch das wir unsere Models auch international wie in New York, Paris oder Mailand platzieren können.

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Wie kam es denn bei Dir damals dazu, dass es Dich in die Modewelt verschlagen hat?

Aufgebaut hat das Ganze Marcus, mein Bruder. Er kam als Booker zu EastWest Models, hat den Laden mit aufgebaut und ihn dann nach 3-4 Jahren übernommen und zu dem geführt, was er heute ist. Ich war vorher 18 Jahre als Model  tätig und Marcus hat mir immer angeboten „Komm, komm“ und dann bin ich vor 16 Jahren mit eingestiegen. Seit dieser Zeit bin ich als Scouter tätig. Das heißt ich bin zuständig für den Aufbau, das Hinführen mit viel Training im Posen, wie man mit Blicken arbeitet usw. Ich zeige Ihnen wie man bei Kunden auftritt und auf was es in Modelbusiness ankommt. Danach gibt es dann die ersten Tests und dann, je nach Qualität, bringe ich sie unter in unseren Partneragenturen. Dann ist meine Arbeit getan und das Booking-Team übernimmt, das bringt dann  Model und Kunden zusammen.

Kannst Du nach Feierabend und 16 Jahren Berufsalltag den Modelscout-Modus eigentlich abschalten oder läufst Du auch beim gemütlichen Stadtbummel oder Wochenendspaziergang doch irgendwie immer mit einem leichten Scannerblick rum?

Ja, generell. Wenn ich durch die Stadt laufe ist es z.B. auch so, dass ich mir ein Bild ganz anders anschaue. Ihr guckt vielleicht nach dem Styling, ich schau auf Fußstellung, Handstellung, alles was wichtig ist, um das Bild als Ganzes wirken zu lassen. Da geht es wirklich um jede Haarspitze, Handhaltung und wie das Ganze aufgebaut ist, damit dann auch diese Coolness und der Effekt wirklich erreicht wird. Und natürlich habe ich auch die Augen offen für neue Talente .

 

Also ist es schon so, dass Ihr nicht nur durch Castings neue Leute entdeckt sondern auch quasi „im echten Leben“?

Ja, das ist schon so. Klar kommt auch viel dadurch, dass wir sehr präsent sind und der eine vom anderen angespornt wird, sich bei uns zu bewerben. Da beneiden uns Metropolen wie München oder Hamburg auch sehr drum. Aber klar, viele werden von unserem Team angesprochen und das wird auch am Abend im Club passieren, wo wir Flyer verteilen und über die Möglichkeiten der direkten Bewerbung informieren. Es mag ja auch nicht jeder so etwas unbedingt in der Öffentlichkeit machen.

 

Gibt es auch skurrile Momente, in denen Du schon neue Talente entdeckt hast?

Also ich habe schon mitten auf der Kreuzung den Wagen angehalten, bin ausgestiegen mit Hupkonzert um jemand meine Karte zu überreichen. Oder ich bin in der Fußgängerzone jemanden hinterher gelaufen und bin schnell beim H&M rein, um mir einen Stift zu besorgen, weil ich keine Karte dabei hatte.

Wo wir grade beim Thema Bewerbung und Scouting sind. Was kannst du den Interessierten empfehlen? Was sind No-Gos? Wie präsentiert man sich richtig?

Generell sollte man sich selber objektiv anschauen. Das fängt bei den Vorgaben der Maße an. Man sollte als Girl nicht kleiner als 1,73 m sein, bis 1,80. Wobei 1-2 Zentimeter nach oben egal sind. Es hängt da auch immer von der Präsens und Qualität ab. Also: Sich selber mit bekannten Models vergleichen und sich fragen: „habe ich die Figur, die ich in diesem Bereich gefordert wird“ und wenn man dann davon überzeugt ist, souverän, frech  und trendy zu sein, dann einfach den Mut fassen und bei uns bewerben.

 

Immer wieder hört man ja auch Geschichten von unseriösen Agenturen, die beispielsweise große Summen von den Bewerbern für die Aufnahme verlangen. Was kannst Du angehenden und interessierten Models empfehlen? Worauf sollten sie achten?

Es gibt natürlich auch unseriöse Agenturen. Da kann man auch einfach ruhig mal bei einem Model-Kunden in der Nähe oder auch einem Magazin oder Katalog anrufen und fragen, mit welchen Agenturen die denn zusammenarbeiten und empfehlen können. Aufnahmegebühren, Gelder usw. sind Blödsinn. Die getane Arbeit vorab unsererseits ist erstmal nur unsere Zeit. Wenn es zu Beginn zu Kosten kommt, wie z.B. bei dem Beauftragen von professionellen Fotografen, um das Model gezielt aufzubauen, wird das von uns in Vorkasse übernommen und mit der Bezahlung von späteren Jobs verrechnet. Auch finanzieren wir die Reisekosten bei Auslandsaufenthalten vor. Denn für mich ist jeder junge Mensch, der sich bei uns nicht bewegt auch ein brachliegendes Kapital. Und bevor da für ein halbes Jahr gekellnert werden muss, um das Geld zusammen zu kriegen, sagen wir dann lieber „Komm, mach. Das Verrechnen wir später“.

 

Mode- und Beautytrends kommen und gehen, aktuell hört man z.B. viel über die inzwischen berühmten dicke Augenbrauen von Cara Delevingne, aber auch immer mehr von Models, die z.B. wegen Hautkrankheiten oder Pigmentstörungen eigentlich nicht dem „normalen“ Modelvorstellungen entsprechen. Gibt es etwas wo Du sagst: Das ist grade der große aufkommende Trend oder nach diesem Typ wird grade viel gesucht, wo Du auch bei der Modelsuche vermehrt drauf achtest?

Wie vielleicht auffällt, handelt es sich bei den Beispielen um ausländische Models. Die Trends sind woanders entstanden. Die Deutschen sind allgemein, nicht nur im Modelbusiness, ein etwas langsameres Land was Trends angeht, weil der Konsument hier nicht so mutig ist. Gehen wir das Ganze andersrum an. Jede Agentur passt sich dem Markt an, auf dem sie sich bewegt. In Deutschland ist Mut, Style etc. nicht so groß und man zieht eigentlich ein bisschen hinterher. Bei den Jungs sind es die Bärte. International war es schon out, da kam es in Deutschland erst auf. Aber auch bei den Mädchen. Das sind Styles, die sind in ausländischen Märkten entdeckt worden. Designer wie Lagerfeld müssen sich neu erfinden. Und dann läuft da dieses wunderschöne Mädchen mit der befleckten Haut und man hat sofort die Aufmerksamkeit und fällt auf. Und dann entsteht ein Trend. Aber das heißt nicht, dass sich jede Agentur jetzt so ein Mädchen sucht. So was gibt es nur ein, zwei, drei Mal, weil wenn es zehn hätten, dann wäre es schon wieder vorbei. Was wir in Deutschland suchen, ist konsumentenabhängig. Der Deutsche Konsument ist etwas negativ eingestellt. Uns geht es richtig gut aber es wird sich trotzdem gemeckert . Dementsprechend muss das Model Heiterkeit ausstrahlen. Also wirken sie auf Plakaten immer eher sympathisch, ansprechend und runterreduziert auf das hübsche Girl Next Door. Aber eigentlich High-End Mädels. Und lachen! Lachen, lachen und Sympathieträger sein. Der Effekt soll sein: „Schau mal Schatz, das könntest du auch sein. Kaufen wir!“ Nehmen wir Paris. Mehr Probleme, aber sie geben das Geld aus zum Essen, zum Leben, für Klamotten. Deshalb kann das Model richtig cool daher kommen. Und dann heißt es: „Schatz, das ist eine ganz schöne Bombe! Das kannst du nicht sein aber wir haben die Kohle.“ Also dort: Cool, Typ Maneater, hier: Soft, Girl Next Door. Oder auch der junge Lolita-Style, das ist Deutschland. Eine Bombe mit Schmollmund, aber immer noch mit etwas unschuldiges dabei. Und das ist dann auch das, was wir suchen.

Models auf den Fotos (v.l.n.r.) 1. Reihe: Cindy Br., Bruno R. & Jessica B. 2. Reihe: Philip D., Paulina F. & Paulina K.

Was haltet Ihr als Profi von Formaten wie Germanys next Topmodel? Hier kam ja auch immer mal wieder das Thema Mager-Models auf und plötzlich sitzen alle Mädchen zusammen mit Heidi zusammen uns essen Burger und Pommes.

Ich halte eigentlich nicht viel davon. Man sollte solche Formate „Next Celebrity“ nennen. Es hat mit der Realität im Modelbusiness wenig  zu tun. Außer, dass die drei Leute, die da vorne sitzen über die Models entscheiden. Aber ich werfe doch keine vom fünften Stock, die Höhenangst hat. Die würde bei mir gar nicht vorgeschlagen werden. Das ist einfach eine Effekthascherei. Mädchen zum Weinen, zum Verzweifeln bringen und ihnen suggerieren: Du könntest es schaffen, selbst wenn die Mädchen gar kein Potential haben. Wie setzen sich denn die letzten zehn Mädchen zusammen? Da sind drei wirklich gut. Zwei, drei, die werden sowieso durchfallen, die sind vielleicht ein bisschen labil und weinen viel. Die eine zeigt Po und Brust und die eine ist so dumm, dass wirklich die ganze Nation lacht. Und dann hast du wirklich ein super Format aufgebaut und alles lacht sich schief über unseren Job und ich muss ständig den Eltern, die dann zu uns kommen Rede und Antwort stehen. Ich muss immer dazu sagen, dass ich keine falschen Versprechungen machen will und kann. Ich habe die Verbindungen und Kontakte und jedes Model bekommt von uns die gleichen Chancen aber die Leistung müssen immer die Models selbst erbringen.

 

Also weckt das Format auch falsche Erwartungen?

Ja, bei sehr vielen. Und leider auch bei den Bewerberinnen bei uns. Viele zeigen gleich bei den Bewerbungsfotos viel Haut und denken, sie würden, wie im Fernsehformat bevorzugt werden. Viele haben ein verzerrtes Selbstbild und bringen gar keine Modelqualitäten mit. Die machten einfach nur das, was andere Mädchen früher in den Shows auch gemacht haben und damit erfolgreich waren.

 

Also kann man vielleicht, wenn man an das Outift denkt, dass sich unsere Gäste für Eure Party bei uns zurechtlegen werden, sagen: Mehr ist mehr?

Also das dezente Auffallen ist mehr wert, als zu extrovertiert. Man kann sich auch von oben bis unten gut anziehen und die Figur bombastisch dastehen lassen. Das gewisse Etwas hervorheben zu können mit wenig Aufwand – das ist das, wonach wir suchen.

Ihr seid viel national und auch international unterwegs. Gibt es für Dich einen typischen Frankfurt-Style?

Bei Männer ist Frankfurt eine der wenigen Städte, wo man in einem Club Anzugträger, Träger von Jeans und Sneaker und Träger von Baggyjeans und Basecap zusammen feiern sieht. Das ist nicht in jeder Stadt Gang und Gebe. Es gibt Städte, da kannst du, außer du bist vielleicht Lenny Kravitz, überhaupt nicht mit Turnschuhen auftauchen. Diese Mischung finde ich bei uns in Frankfurt ganz cool. Aber es kommt doch auch auf das Sneakermodel an. Und da muss es noch nicht mal das Teuerste sein.

Die Mädchen ziehen sich schon ganz sexy an. Manche brauchen einen Waffenschein. Und dann kommt es zusammen mit dem Jungs und den Turnschuhen zu einem coolen Crossover.

 

Vielleicht kannst du uns zum Abschluss noch kurz erzählen, wie genau Euer Scouting bei uns im Club bei We Plead Guilty am 09.09. aussehen wird.

Also es wird von uns auf jeden Fall an dem Abend ein Team aus Scoutern herum laufen. Da kann jeder der kommt angesprochen werden. Es wird eine Fotoecke geben, wo man sich kurz ablichten lassen kann, sich anhören kann um was es geht und dann hat man schon mal eine hochwertige, solide Anlaufstelle inklusive Kontakt.. Oder, wenn man Interesse an dem Job hat, auch eine ehrliche Meinung gesagt bekommt, ob es Sinn hat oder nicht. Außerdem haben wir auch den Hashtag #ewmscouting ins Leben gerufen. Wer an dem Abend den Mut nicht hat, sich zu bewerben, kann damit auch ein Foto von sich auf Instagram posten und uns somit auf sich aufmerksam machen.

Vielen Dank Carlos für das sehr interessante Gespräch. Wir sind sehr gespannt auf die We Plead Guilty Premiere bei uns am 09.09. und auf die Geschichten, die es danach zu erzählen gibt!

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Wie es im besten Fall laufen kann, könnt Ihr an dem Beispiel von dem Frankfurter Mädchen Alexandra Hochgürtel sehen. Direkt aus Frankfurt  hat EastWest Models sie inzwischen auch international in New York, Paris, London oder Mailand platzieren können. Und das mit viel Erfolg! Kampagnen für Gucci, Fossil  oder Zara, bis hin zu Editorials in der Elle ,Vogue, Instyle usw. sprechen für sich! Ihrer Heimatstadt treu bleibend, wird Alexandra, sollte kein Modelauftrag dazwischen kommen, am 09.09. das EastWest Scouting Team bei uns am Abend unterstützen.

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